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Ein Feuerwehrmann in voller Ausrüstung steht mit einem Stab und gibt ein Daumenhoch, mit Feuerwehrwagen und Kollegen im Hintergrund.

TRITOLIA 2026

Großübung der Feuerwehren des Feuerwehrabschnittes Pottenstein am Truppenübungsplatz „Tritol-Werk“

Am Samstag, den 28. März 2026, fand am militärischen Truppenübungsplatz (Eggendorf/NÖ), dem ehemaligen „Tritol‑Werk“, eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehren aus dem Triestingtal statt. Das weitläufige Gelände des österreichischen Bundesheeres bietet mit seinen verfallenen Gebäuden, dem Schienennetz samt ausrangierten Waggons sowie zahlreichen Fahrzeugwracks ideale Voraussetzungen für realitätsnahe und herausfordernde Übungsszenarien.

Das Organisationsteam rund um Abschnittsbrandinspektor Gerald Lechner entwickelte über mehrere Monate hinweg komplexe Großschadensereignisse, die den teilnehmenden Einsatzkräften alles abverlangten. Mehr als 200 Feuerwehrmitglieder stellten sich den Aufgaben, die im Stationsbetrieb abgearbeitet wurden.
Um die Einsatzbereitschaft im Triestingtal jederzeit sicherzustellen, wurde die Übung zweimal durchgeführt: Eine Hälfte der Kräfte absolvierte den Stationsbetrieb am Vormittag, die zweite Hälfte am Nachmittag.

Die Übung umfasste mehrere realitätsnahe Szenarien:

Gefahrguteinsatz:
Ein verunfallter Tankwaggon musste gegen weiteres Austreten einer kontaminierten Flüssigkeit gesichert werden. Zusätzlich war eine Menschenrettung im Gefahrenbereich durchzuführen, was den Einsatz von Schutzanzügen und Atemschutz erforderte.
Schwerer Verkehrsunfall:
Ein mit Fahrgästen besetzter Linienbus war von einem Schienenfahrzeug erfasst worden. Die „Verletzten“, dargestellt von freiwilligen Statisten, mussten rasch und schonend befreit, erstversorgt und aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.
Brand- und Gebäudeeinsturz:
In mehreren ruinösen Gebäuden galt es, Brände zu bekämpfen und eingeschlossene Personen (Übungsdummies) aus eingestürzten Bereichen zu retten.

Die winterlich kalte Witterung erschwerte die Arbeit zusätzlich. Dennoch konnten alle Aufgaben unter den wachsamen Augen der Übungsbeobachter professionell und erfolgreich abgearbeitet werden.
Bei der anschließenden Nachbesprechung der Gruppenkommandanten wurde ein durchwegs positives Fazit gezogen. Die Übung bot zahlreiche neue Erkenntnisse, die künftig in den Einsatzalltag einfließen können.

Beim abschließenden Antreten, an dem auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gerald Peter teilnahm, bedankte sich Abschnittskommandant BR Rudolf Hafellner bei allen Mitwirkenden. Besonderer Dank galt dem rund 30‑köpfigen Organisationsteam, den freiwilligen Darstellern der Übungsopfer sowie Major Bernhard Lindenberg vom Österreichischen Bundesheer, der die Nutzung des Übungsgeländes ermöglichte.

Statistik:
Am Vormittag nahmen 100 Kameradinnen und Kameraden aus 12 Feuerwehren an der Übung teil, am Nachmittag weitere 65 Mitglieder aus 10 Feuerwehren. Zusätzlich waren 59 Kameraden ganztägig im Einsatz.
Für die realitätsnahe Darstellung stellten sich 14 Kameraden als Statisten zur Verfügung.
Die Ausarbeitung und Organisation der Übung wurde von 30 Kameraden übernommen.

Gemütlicher Ausklang
Zum Abschluss lud BR Hafellner – der an diesem Wochenende seinen 60. Geburtstag feierte – alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Gulaschessen ein. Auch an dieser Stelle möchten wir herzlich gratulieren und die besten Wünsche übermitteln.

Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA

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